Alpenüberquerung Nummer 6

Und in diesem Jahr geht es wieder über die Alpen. Nach der sehr guten Erfahrung mit Fahrtwind im letzten Jahr, wird es auch dieses Jahr eine geführte Tour. Nicht ganz so herausfordernd wie letztes Jahr, dafür ist mein Bruder mit am Start.

Gefahren wird wieder mal vom Tegernsee bis zum Gardasee

6 Tage – 11.300 HM – 455 KM

Vorbereitung war bisher suboptimal, da ich mir vor 5 Wochen das Knie beim Fussball geprellt habe und seitdem ein Training auf Kraftausdauer nicht möglich war. Ab nächste Woche wird aber mächtig trainiert.

Tag 7: Ankunft in Riva

Heute morgen ging es gleich  wieder mal 700 HM bergauf auf das Trudener Horn. Das war genau der Anstieg den wir 2014 ausgelassen haben. Das war damals auch gut so denn die Abfahrt wäre im strömenden regen nicht möglich gewesen. 

In diesem Jahr war aber wieder mal schönes Wetter und wir konnten die Abfahrt auf schönen und steilen Trails genießen. 

Die Abfahrt von ca 1800 Meter bis ins Tal auf 250 Meter war richtig anstrengend. Dort ging es dann mit Windschatten fahren in rasendem Tempo richtig Trento. Dabei mal es zum ersten richtigen Sturz in unserer Gruppe.  Der vorne fahrende musste wegen eines  ebikes bremsen.  Mein Mitfahrer hinter mir erkannte das zu spät und streifte meinen reifen und legte sich dann mit dem bike auf den Asphalt bei ca 35 kmh.

Wie durch ein wunder hat er wohl nur schürfwunden und Prellungen und er konnte weiter fahren. 

Kurz nach Trento mußten wir noch kurz durch ein Gewitter fahren und wurden das erstenmal nass auf der Tour.  Aber pünktlich zum nächsten Anstieg hat die Sonne wieder geschienen. In verschiedenen Anstiegen ging es nochmal auf 1400 Meter hoch immer Richtung Gardasee. Meine Beine waren heute wieder fit und ich haute bergauf alle Körner raus.  Das war ein Spaß. 

Dann ging es endlich zur Abfahrt. Diese wurde aber entschärft, da nach dem Sturz keiner mehr schwere Gardasee Trails fahren wollte. 

Kurz vor dem Ziel Einlauf in riva hatte ich doch tatsächlich in torbole noch einen Plattfuß. 

Um 19 Uhr sind wir dann endlich angekommen und bei top Temperaturen in den Gardasee gesprungen.

Am Abend hab es dann die obligatorische Pizza und als Nachspeise ein Eis. 











Tag 6: Schwere Beine / Raus aus den Dolomiten

Heute ging es bei 22 Grad morgens auf 2000 Meter weiter. Natürlich gleich mit einem Anstieg.  Da haben meine Oberschenkel schon gebrannt und das war leider den ganzen tag so. Da waren sie wieder die fehlenden Trainingskilometer.

Bei unserer heutigen Etappe haben wir die dolomiten hinter uns gelassen. Es gab wieder rauschende Abfahrten in denen aus dem nichts plötzlich Autos entgegen gekommen sind. Das war einmal ganz schön knapp aber zum Glück ist nichts passiert. Seitdem habe ich meinen Abfahrtsplatz direkt hinter dem Guide abgeben. Hinter dem Guide fährt man einfach zu schnell.

Es ging heute noch über den mir aus 2014 bekannten Karrerpass und das Jochgrimm. Die Anstiege hatte ich nicht so schwer ob Erinnerung. Ich war heute echt am Limit.

Trotzdem hat es mit auch Spaß gemacht da immer wieder super Abfahrten dabei waren. 

Bilder haben wir heute nicht viele gemacht. Wetter war wieder Top! 

Heute übernachten wir endlich wieder im Hotel.  Morgen dann schon die letzte Etappe mit nochmal knackigen 2200 HM und 100 KM davon 40 langweilige KM dem Etschradweg. Ich hoffe auf bessere Beine als heute und freue mich auf die Ankunft am Gardasee.

Tag 5: Königsetappe

Nach einer weiteren unruhigen Nacht in einem 4er zimmer ging es bei strahlendem Sonnenschein gleich wieder bergauf. Das Panorama der Dolomiten immer im Blick spulten wir gleich wieder einige höhenmeter ab. Meine Beine waren noch vom Vortag schwer und der vormittag war ein echter Kampf.  Nach einer schnellen Abfahrt ging es ans Mittagessen um danach die 45 minütige Tragepassage in Angriff zu nehmen. Bei fast 30 Grad sehr Schweiß treibend. 

Zum Glück kam meine Kraft nach Nudeln,Kuchen und einigen Spezis wieder pünktlich zum Anstieg zurück. 

Oben angekommen hatten wir einen tollen Blick auf die Geissler Gruppe und gönnten uns ein Sonnenbad. 

Dann kam ein Highlight der Tour. Ein richtig langer flowiger Trail. Wahnsinn. Die 1000 hm Abfahrt vergingen fast wie im Flug.

In St Jakob angekommen ging es gleich in den Anstieg zur Seiser Alm. Nochmal knapp 700 HM am Stück und das nach bereits gefahrenen 2100 hm.

Aber meine Beine waren wieder richtig fit und um 18.30 kamen wir bei der Unterkunft auf der Seiser Alm nach 2800 HM und 54km an.

Bei diesem Wetter eine der schönsten Etappen die ich bisher gefahren bin. 

Tag 4: Höchster Punkt der Tour

Heute morgen ging es bei strahlendem Sonnenschein zum steiligen Aufstieg Richtung Pfundererjoch auf über 2500 Meter. 

Die ersten 700 HM des 1100 HM langen Anstieges  bin ich komplett bei Steigungen zwischen 12 und 20 Prozent durch gefahren.  Anstrengend aber bei dem Wetter richtig schön.  Nach der obligatorischen Schiebepassage sind wir dann auf dem Pfundererjoch bei wahnsinnigen Ausblick angekommen. Für mich schon das zweite mal nach 2014 aber bei dem Wetter der Wahnsinn. 

Dann ging es in die Abfahrt mit richtig guten Trails und Schotterabfahrten. Spaß und Adrenalin pur.

Im Tal angekommen ging es auf einem Radweg zu unsrem nächsten Anstieg.  Dieser war wieder knapp 1100 hm. Zum Glück aber auf Teer und nicht ganz so steilen Schotterpisten. Ziel die Kreuzwiesenhütte auf 1900 Meter. 

Der Guide hat die schnelleren vorfahren lassen. Leider sind wir aber zu weit den Berg hoch gekurbelt und somit heute wieder knapp 2500 hm gefahren. 

Auf der Hütte haben wir dann mit Sonnenuntergang den tag ausklingen lassen. 

Meine Mitfahrer haben heute gesagt, dass ich der  kompletteste Fahrer der Teilnehmer bin. Nicht der schnellste aber immer Dritter am Berg und beim flowigen downhill immer direkt hinter dem guide.

Morgen dann die Königsetappe mit 2800 hm zur seiser alm.  Da werde ich erstmal einen Gang zurück schalten da auch 400 HM reine Tragepassage (schieben nicht möglich) dabei ist. 

Tag 3: Super Wetter, steile Anstiege

Nach einer sehr unruhigen Nacht im Bettenlager auf der Sattelalm ging es sofort in den 500 HM steilen Anstieg zum Brennergrenzkamm. 

Mittendrin mussten wir lt. unserem Guide voll Gas in einer 15% Steigung geben weil der dort wohnende Bauer schon öfter mit Mistgabeln auf Mountainbiker los gegangen ist. Zum Glück war er nicht da. Aber der Zwischenspurt hat viel Kraft gekostet und ich habe mich dann soweit es ging den Anstieg noch hoch gekämpft. Zwischen drin war auch schieben angesagt.

Oben angekommen wurden wir mit einem fantastischen Ausblick belohnt und konnten schon sehen wo wir am Nachmittag auf der gegenüberliegenden Seite des Brenners weitere 1000 HM hochfahren müssen. 

Aber erstmal am Grenzkamm entlang und an den Bunkern aus dem Krieg vorbei. Wahnsinn was die auf 2100 Meter im Krieg gemacht haben. 

Vor der Mittagspause ging es erstmal auf richtig guten Trails Berg ab und auf einer Nebenstraße vom Brenner Richtung nächster Aufstieg. 

Der Anstieg zum 2300 Meter hohen Flatschjoch begann steil wurde in der Mitte steiler und am Schluß ganz steil. 

Am Anfang des Aufstiegs hatte ich ein richtiges Tief und musste mich erst wieder daran gewöhnen ewig lang im kleinsten Gang eine Geröll- und Schotterpiste hoch zu fahren.  Zwischen drin waren kleinere Schiebepassagen,ich bin jedoch den größten Teil gefahren.  

Oben haben wir dann bei bestem Bergwetter gechillt und die Sonne genossen bevor es in die Abfahrt ging. 

Die war mir im oberen Stück viel zu verblockt und es war runter schieben angesagt.  Irgendwann wurde es flowiger und man konnte wieder fahren. 

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir im Pfitschtal in unsrem hotel angekommen.

Es war heute wieder ein super Tag mit 1900 schweren Höhemetern.die Ausblicke waren es wert. 

Morgen sind 2300 Höhenmeter angesagt. 

Erst 1200 HM zum Pfundererjoch und dann 1100 HM auf die Kreuzwiesenalm.

Ich fühle mich soweit fit und die Tour so kurzfristig zu buchen war auf jedenfall die richtige Entscheidung.

Tag 2: Höhenmeter

Heute war der Tag mega Abwechslungsreich. Steile Abfahrten schnelle Trails. 2500 Höhenmeter. Das Wetter war ab dem Nachmittag Top.

Berg runter fahre ich immer direkt hinter dem guide 😎 

Wir sind heute oberhalb des Inntales unterwegs gewesen.  Mit traumhaften Ausblick. 

Heute wird auf einer Hütte übernachtet.  Mit 10 Leute im Bettenlager. Da freu ich mich nicht wirklich drauf. 

Morgen geht es auf den Brennergrenzkamm.

Das Wetter soll Top werden.

Tag 1: Schöne Tour zum Aufwärmen

Erstmal hatte ich heute früh sehr viel Glück, dass ich überhaupt um 9 Uhr mit starten konnte. Leider war bei der Anfahrt ein mega Stau zwischen Hilpolstein und Greding. Zum Glück konnte ich in letzter Minute auf die Landstraße ausweichen. Sonst wäre das heute nix geworden. 

Die Tour begann mit 60 km/600HM einrollen. Dachte ich.  Aber das Tempo das angeschlagen wurde war ganz schön hoch.  Außerdem war es richtig frisch und keine Spur von der Sonne. 

Nach der Mittagspause ging es dann über das Lamsenjoch auf 1950 Meter. Super Landschaft und auch einige Schiebepassagen dabei. Absolut zu empfehlen.  Wärmer wurde es erstmal leider nicht. 

Die Abfahrt zu unsrem Zielort Schwaz in Österreich war sehr schnell und steinig und hat richtig Spaß gemacht. Und endlich ist jetzt auch mal die Sonne da.

Also bis auf das kühle Wetter ein super Tag.

Die Gruppe selbst ist eine gute Mischung 2 Jungs haben einiges mehr an Kondition als ich. Der Guide fährt in einer ganz anderen Liga.

So und jetzt geht es erstmal zum Abendessen.